Studio 13 Sprechkontakt
Breitenweg 13, 28195 Bremen
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zweiklang

Renate Neumann (Sprecherin)
und
Marina Robertus (Pianistin und Sängerin)
sind das Ensemble
Zweiklang

PROGRAMM ZWEIKLANG


LESUNGEN


Im Jahr 2012:


Ausgebrannt!
---Ein Abgesang auf die Glühbirne in Wort, Bild und Musik

Die multimediale Lesung „Ausgebrannt!“ ist ein unterhaltsamer Nachruf auf einen uns allen vertrauten Gebrauchsgegenstand: Die Glühbirne. Denn das Symbol von Erfindergeist und von kulturellen Umbrüchen - zudem naturnah, ungiftig und formschön - muss in absehbarer Zeit anderen Leuchtkörpern weichen.
Bis heute ist die Glühbirne so alltäglich und gegenwärtig, dass es schwer vorstellbar ist, dass sie uns schon bald ganz verloren gehen wird. Aber das ist die Realität: Die 100 Watt-Birnen sind ebenso wie die 70 Watt-Birnen laut Verordnung der EU-Kommission schon vom Markt, im September 2011 folgten die 60 Watt-Birnen, 2012 ist der komplette Glühbirnenverkauf EU-weit untersagt.
In „Ausgebrannt!“ lassen Renate Neumann und Valerian Schidzick mithilfe von Texten, nostalgischen Bildern und einem bunten Mix populärer Lieder die Glühbirne noch einmal aufleuchten, bevor sie dann endgültig verlischt. In ihrer multimedialen Lesung präsentieren sie populärwissenschaftliche und literarische Texte über die Glühbirne. Dazu gehört die spannende Geschichte ihrer Erfindung genauso wie ihre kulturhistorische Einordnung und die kartellartigen Verflechtungen der Glühbirnenhersteller. Die abwechslungsreiche Abfolge von Information, literarischer Fiktion, philosophischer Betrachtung und eingespielten Popsongs lässt vor allem die Frühzeit der Elektrifizierung und damit die Geburtsstunde der Glühbirne lebendig werden – mit Texten von u.a. Oliver Sacks, Thomas Pynchon und Ernst Bloch sowie eingespielter Musik von Andy Borg und Udo Jürgens.
Für alle Glühbirnen-Verbraucher und auch für diejenigen, die traurig dem unvermeidlichen Verglühen der Fadenseele der Glühbirne zuschauen, bietet „Ausgebrannt!“ die Gelegenheit zum Abschied nehmen von einem Licht, das nicht zu ersetzen sein wird – und lädt ein zum Nachdenken, zum Schmunzeln und Erinnern.

Sprecher und Konzept: Renate Neumann und Valerian Schidzick
Bildanimation: Valerian Schidzick
Weitere Informationen sowie Hörproben unter: www.pendopo.de/lesung


Sonntag, 29. Januar 2012, Voraufführung im Studio 13, Breitenweg 13,
17.30 Uhr
Anmeldung bitte unter Tel: 0421-702354

Samstag, 4. Februar 2012, Kreismuseum Syke, 15.30 Uhr

Samstag, 23. Juni 2012, Kulturhaus Walle/Brodelpott, 19.30 Uhr



Unsichtbare Brücken spannen.
Gedichte von Rose Ausländer, musikalisch begleitet von Ortrud Staude
 
Vor fast einem viertel Jahrhundert ist Rose Ausländer  87-jährig in Düsseldorf gestorben. Ihr Erbe sind Gedichte, die bis heute berühren und beleben. In Düsseldorf lebte Rose Ausländer die längste Zeit ihres Lebens, nämlich 25 Jahre lang. Die anderen Jahre verbrachte sie auf der Wanderschaft. „Ich wohne nicht, ich lebe“, heißt eine Zeile aus einer biografischen Notiz. Leben, das hieß für Rose Ausländer Schreiben. Als Jüdin, die Verfolgung und Ghetto erleben musste und die Vertreibung aus ihrer Heimat, der Bukowina, fand sie ihre Identität in der Sprache: „Mein Vaterland ist tot, ich wohne in meinem Mutterland Wort“. In ihren Gedichten verarbeitet  und überwindet sie die Traumata ihrer Generation.
Die Sprecherin Renate Neumann stellt die außergewöhnliche Dichterin vor und liest eine Auswahl ihrer Gedichte. Ortrud Staude, Musikerin, spielt dazu auf verschiedenen Instrumenten eigene, von den Gedichten inspirierte Stücke.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von zwiesprache lyrik 2012.

25. März 2012, Kulturhaus Pusdorf, Woltmershauser Str.444, 11 Uhr


Im Jahr 2009:


0 Feuergeist.
Lesung und Klangperformance zum 80. Geburtstag von Dorothee Sölle

Dorothee Sölle hatte Lust an dem Verlassen ausgetretener Pfade des Denkens und Glaubens, ja, auch an der Provokation. Ihr Leben und Werk wurden inspiriert von einem "Feuergeist" - eine Wortschöpfung der von ihr verehrten Mystikerin Hildegard von Bingen. Der Mystik widmete sich D. Sölle schon in Zeiten, in denen "Spiritualität" noch nicht in aller Munde war. Grenzen überschreitend begründete sie in jahrelangen Studien deren innere Verbindung zum politischen Handeln. Auch auf einem anderen Gebiet überschritt sie festgefahrene Einordnungen, nämlich die von Theologie und Dichtung.
Mit Lyrik und Prosa von Dorothee Sölle möchte die Lesung sie als eine außergewöhnliche Dichterin und Denkerin ehren. Als Kontrapunkt zu den Texten spielt Dennis Tan, Klang-Künstler, elektronische Klänge ein und improvisiert live mit akustischen Instrumenten.

Renate Neumann, Sprecherin
Dennis Tan, freier Künstler, Klangereignisse

Mittwoch, 30. September 2009, forum kirche, Hollerallee 75, 20.- Uhr