voyom
Sprich: Woojomm

Die Stimme im Körper - ein Übungsterrain und mehr

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voyome 2: Freude
Heinz Stolze, 6.8.2015, letzte Änderung (Korrekturen und Ergänzungen): 24.8.2015

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Basis Thema, Intention und Vorgehen Mit dem voyme "Freude" kannst Du vorhandene Freude ausdrücken oder auch Deine Freude anregen. Es ist auch eine gute Aufstehhilfe, wenn man mal nicht so recht aus dem Bett mag.

Der Text ist: "Ich freue mich. xy. Ich freue mich. "

Der Textteil "xy" kann frei verwendet werden, Du kannst auch einfach wie davor und danach "Ich freue mich" dafür verwenden.

Ablauf

















Zu Angabe der Tonfolgen
Die Töne werden in Ziffern angegeben, die die Stufen einer Dur-Tonleiter bezeichnen (siehe ggf. unter v-Tabellen, Angabe konkreter Töne,...). Länger gehaltene Töne werden durch einen entsprechend langen Unterstrich rechts neben der Ziffer angegeben.



Hinweis: Text-Konzept
Solche gedachten "Texte" müssen keinesfalls komplette Sätze sein. So kann zum Beispiel "All mein Handeln, Denken und Fühlen" einfach so für sich stehen. Dieses Handeln, Denken und Fühlen wird im voyom dargestellt und benötigt nicht unbedingt eine Ergänzung in Worten. Man kann einfach wahrnehmen, wie diese Darstellung sich anfühlt, mitunter kommt auch ein ergänzender Gedanke wie von allein dazu.



Tondauern beim Ablauf
Als Grundgerüst liegt eine Tonfolge vor, die wie ein Lied gesungen werden kann. Beim intensiven Üben, kann und soll man aber die Dauer der Töne auch seinen momentanen Eingebungen entsprechend ausführen. So sollte man beispielsweise die langen Töne in Teil 2 nach Belieben aushalten.
Dieses voyome kannst Du in jeder Haltung und auch beim Gehen, Joggen, Radfahren etc. durchführen. Nimm zum ersten Üben eine bequeme Haltung ein und töne auf M die Tonfolge des Freude-voyomes.


TEIL 1, AUFSTIEG
Denke zur Tonfolge den Text "Ich freue mich", wie bei einem Lied, das Du kennst und mitsummst.
5___5- 6- 7-1 6- 7- 1-2 7- 1- 2- 3- 4__3_2_1__
Ich frO-O-O-O O-O-O-O O-O-O-O-Oi__e_e_mich___ .
O steht hier lautschriftlich für ein offenes "o" wie im Wort "fort".

Wähle den Anfangston 5 möglichst tief, aber so, dass du ihn noch bequem singen kannst.
Die Tonfolge kannst Du hören unter audio_voyome 2-1.

Ordne nun den Tönen die Körperregionen entsprechend der Standard-Zuordnung zu (siehe dazu auch v-Tabellen) :
5: Füße; 6: Unterbeine; 7: Oberbeine;
1: Becken; 2: Bauch; 3: Brust; 4: Schultergürtel; 5: Kopf

Verfolge beim Singen auf M und dem gleichzeitigen, gedanklichen Durchgehen des Textes den entsprechenden Weg in deinem Körper.

Bei der Aufnahme audio_voyome 2-1 werden die Vierergruppen so ausgeführt, dass der jeweilige Endton als Ziel anvisiert wird. Die entsprechenden Regionen im Körper (Becken, Bauch, Brust mit Übergang zur Schulterregion) werden analog als Zielregionen empfunden. Dadurch wird das Überschießen der dritten Gruppe (fünf Töne statt 4) verdeutlicht.
Du kannst die Vierergruppen aber auch so ausführen, dass jeweils die erste Note betont ist, die letzte eher schwach. Das ist die musikalisch gängige Art, im Körperklang spielt die Freude hierbei mehr in den Beinen. Probiere Beides aus und finde das, was dir gerade am besten liegt.

Achte darauf, wie sich Alles zusammen zu einer Einheit formt, eben zu Deinem Freuden-Ausdruck. Wiederhole diese Sequenz immer wieder, so oft Du magst.


TEIL 2, WIDMUNG ODER SONSTIGES
Der Text zu diesem Teil kann eine Widmung sein, wie in voyome_1, oder ein Ausdruck des Genießens, oder ein Vorsatz, oder ein Freudengrund etc.. Der Melodieverlauf und Textverlauf (Text nur als Beispiel) dafür ist:

1___6___________6_5___
und_SOn_________ne_scheint___)
1___6____7____6____5___
und_SO__On___ne__scheint___
1___6__7__8__7__6__5___
und_SO_O_On_ne_e__scheint___

Die Tonfolge kannst Du hören unter audio_voyome 2-2

Folgende Ausführung des Zeitablaufes ist als Basisversion besonders geeignet:
zweite Zeile: 6____7____6____ triolisch
(als Dreiergruppe in etwa derselben Zeit, die in Zeile 1 für 6____________6_ verwandt wurde)
dritte Zeile: 6__7__8__7__6__5 pentolisch.
(als Fünferergruppe in etwa derselben Zeit, die in Zeile 1 für 6____________6_ verwandt wurde)
Es kommt bei dem triolischen und pentolischen Motiv vor allem darauf an, die Gruppierung darzustellen, weniger ein exaktes musikalisches Zeitmaß einzuhalten.

Verfolge auch diese Melodie körperlich. Dabei richtest Du bei Ton 6 deine Aufmerksamkeit auf den Bereich direkt über deinem Kopf, bei Ton 7 und 8 noch etwas höher. Du kannst auch die Hände über den Kopf nehmen und beim Tönen auf entsprechende Positionen bringen.
Den Übergang von Ton 6 nach Ton 5 kannst Du wie ein Einströmen in den Kopf erleben und, wenn Du magst, auch mit einer Geste der Hände begleiten.
Eine Intensivierung dieser Erfahrung bietet die Variante mit inhalatorischem Tönen auf den Tonstufen 6, 7 und 8 (siehe unten).

Gestalte nun diesen Teil sehr frei im zeitlichen Ablauf, wähle lange Töne, empfinde die zugehörigen Körperregionen intensiv, lasse Dein Tönen vom Köpergefühl leiten.


TEIL 3, ABSTIEG UND ENDMOTIV

5___5- 4- 3- 2 4- 3- 2- 1 3- 2- 1- 7- 6____ 5___5- 6- 7- 1__6__1___
Ich_frO-O-O-O O-O-O-O O-O-O-O-Oi_____Ich_frO-O-O-Oi__e__mich___

Die Tonfolge kannst Du hören unter audio_voyome 2-3

DAS GANZE VOYOME-LIED "FREUDE"
Verbinde nun alle Teile. Zum Üben kannst Du dazu die Audio-Demonstration audio_voyome 2-4 laufen lassen. Diese Aufnahme besteht aus zwei Durchgängen, der erste in "normaler" Singweise, der zweite mit inhalatorischen Tönen, wie weiter unten unter "Inhalatorische Töne in Teil 2" beschrieben.

HINWEIS: Diese audio-Demonstration soll zum Lernen der Tonfolge dienen. Sie ist, wie die meisten anderen audio-Demonstrationen, kein Beispiel dafür, wie das Tönen beim Praktizieren des voyom erfolgen kann. Dies kannst Du unter audio_voyome2-5 hören.

Für Deine voyom-Praxis kannst Du die Abfolge der Teile ändern und die Motive variieren und weiter ausbauen.

Hinweis zur musikalischen Struktur
in Teil 3,
Ausführungsvorschläge
Der Abstieg in Teil 3 ist die Umkehrung (Bewegung nach unten statt nach oben) des Anfangsthemas in Teil 1.

Also statt
dort: 5_5-6-7-1 6-7-1-2 7-1-2-3-4__
hier:
5_5-4-3-2 4-3-2-1 3-2-1-7-6__

Das Endmotiv 5_5-6-7-1__ (ohne den Abschluß 6__1___) entspricht von den Tonstufen her dem Anfang des Stückes.

Eine gute Wirkung entsteht, wenn man das Motiv am Ende ebenso flott singt wie zu Beginn und dann den Ton 1 anhält, so als würde die Zeit stillstehen. Das Motiv wird dann zunächst wie zu Beginn empfunden und erst eine gewisse Zeit nach dem Anhalten erscheint der letzte Ton als möglicher Endton. Dies wird dann vom Text her durch das Umlauten von O nach i unterstützt. Musikalisch wird die Funktion des Endtones durch die folgende Floskel __6__1___ als solche bestätigt.
Diese Ausführung ist als Vorschlag zu verstehen, jede andere Version, die gut mit der Empfindung von Körperklang einher geht ist ebenso gut verwendbar.


Anmerkung, die man vielleicht auch ohne genaue Kenntnis der Fachbegriffe nachvollziehen kann (ggf. Wikipedia benutzen):
Die Endfloskel 6__1___ kann als Anklang an die parallele Molltonart (Stufe 6) verstanden werden oder auch als Terz der Subdominante (6 liegt eine Terz über der Subdominante 4). Es bietet sich auch an, sie zu erweitern zu 6__7___1___. So ergibt sich über die 7 noch ein Dominant-Effekt (Terz über der Dominante 5, und natürlich auch "Leitton" zu 1 hin) und ein Gang längs der Tonleiter, wie er ja prägend für das Anfangsmotiv ist.
Gut möglich als Abschluß ist auch 4__5___1___. (klassische, abschließende Kadenz)


Diese Betrachtung soll zum einen zum freien Umgang mit den hier vorgeschlagenen Tonfolgen ermuntern. Zum anderen soll sie auch Möglichkeiten aufzeigen, die körperliche Wahrnehmung des Klangfeldes im Lichte musikalisch harmonischer Aspekte ( auch zu verstehen als die verschiedenen Möglichkeiten von Begleitakkorden) zu empfinden.

Variationen Lachvariante Wenn es dir liegt, singe das Ganze oder Teile auch auf hahahaha, hihihihi, etc..

Varianten mit gehobenen Armen für die Tonstufen 6 bis 8
(betrifft den Tonweg im Körper)
Für die Tonstufen 6 bis 8 im Teil 2 kannst Du auch folgende Körperregion-Zuordnungen bei senkrecht gehobenen Armen verwenden:

a) 6: Oberarme; 7: Unterarme; 8: Hände
Hierbei gehst Du mental beim Schritt 5 nach 6 vom Kopf in die Oberarme über. Du kannst diese dabei seitlich am Kopf anlegen. Analog geht es nach unten von 6 nach 5 von den Oberarmen in den Kopf.

b) Für diese Variante wird die Oktav, Tonstufe 8, über dem Köper gedacht. Sie kann mit einer Öffnung der Handflächen nach oben oder ähnliche Gesten begleitet werden. Die Zuordnung hierfür ist: 6: Unterarme; 7: Hände
Hier gibt es also nicht die seitliche Bewegung von 5 nach 6 (Kopf in Oberarme), sondern eine aufsteigende (Kopf in Unterarme).
Diese Variante kann durch die Verwendung einer Position oberhalb des Körpers für Tonstufe 8 besonders expressiv gestaltet werden.

TEIL 3 aufsteigend und mit kurzem Abgang

5_{rit}5-6-7-8_ {a tempo}7-6-5-4 6-5-4-3 5-4-3-2-1__
{rit} steht für langsamer werdend
{a tempo} für: ab hier weiter im Anfangstempo

Anhang ad libitum (bei Gefallen): 5_5-6-7-1__


HINWEIS: Die folgenden Varianten sind eher für Fortgeschrittene geeignet.

Inhalatorische Töne im Teil 2

Inhalatorisch zu singende Töne werden durch ein vorangestelltes x markiert, exhalatorisch ("normal") zu singende durch ein X, oder sie sind ohne ein derartiges Vorzeichen notiert. Erklärungen und Übungen dazu findest Du unter voyoma_2.

Die inhalatorischen Töne werden im Teil 2 für die Tonstufen 6 und darüber eingesetzt, entsprechend den Körperregionen oberhalb des Kopfes:

1_x6______________X5___
1_x6____7____6____X5___
1_x6__7__8__7__6__X5___


In der Variation (aufsteigend und mit kurzem Abgang) werden die inhalatorischen Töne wie folgt eingesetzt:

5_{rit}x5-6-7-8_ {a tempo}X7-6-5-4 6-5-4-3 5-4-3-2-1__

Achte darauf, dass Du die inhalatorischen Töne nicht zu kurz singst. Je länger Du sie ausführst, desto mehr Luft hast Du für die exhalatorischen Töne. Das Gleiche gilt vice versa. So entsteht eine Balance zwischen ausatmen und einatmen.

Intensive Ausführung Zelebrieren des Diphtongs in "Freude" Der Diphtong "eu" im Wort "Freude" ist klanglich eine großartige Möglichkeit, Freude auszudrücken und auch starke klanglich-körperliche Erfahrungen zu machen. Das "eu"-Erlebnis bei diesem Zwielaut basiert klanglich auf dem Übergang von einem offenen O (wie in "fort") zu einem geschlossenen i wie in "sie". Dabei entsteht eine Kaskade von Obertönen, die das bekannte "eu"-Erleben auslöst. Sie kann auch als Klangfontäne empfunden werden.
Die Tonfolge ist so angelegt, dass diese Klangfontäne immer wieder an exponierten Stellen erscheint.
Es liegt nahe, diese Stellen, die so tiefgehend einen freudigen Prozess ausdrücken, bewußt zu gestalten und zu erfühlen. Wir nennen dies "zelebrieren". Damit ist im voyom nicht besondere Feierlichkeit, sondern besonders tiefes Erleben und Gestalten gemeint.

Im folgenden sind die "eu"-Stellen durch einen * markiert und mit Anmerkungen und Vorschlägen zur Ausführung versehen. Zum Üben bietet es sich an, den Text zunächst zu singen. Man kann ihn dann später beim üblichen voyom-Tönen auf M besser still dazu ablaufen lassen - auch die nur gedachte, bzw. erinnerte Klangfontäne hat dabei eine Wirkung.

5___5- 6- 7- 1 6- 7- 1- 2 7- 1- 2- 3- 4_*_3_2_1__
Ich frO-O-O-O O-O-O-O O-O-O-O- O_*i_e_e_mich___ .

Beschreibung der Ausführung: Nachdem Du zwei Vierergruppen, 5-6-7-1 und 6-7-1-2, gesungen hast, setzt Du eine weitere Gruppe wie erwartet an, schießt hierbei aber über das erwartete Ende hinaus zum nächsten Ton (nämlich 4): 7-1-2-3-4_*_. Diesen hältst Du länger aus. Körperlich bist Du nun im Schulterbereich angelangt, breite auf diesem Ton die Arme aus (wirklich, oder auch nur in Gedanken), als ob Du Jemanden umarmen möchtest. Genieße die Klangaufhellung in der Klangfontäne von O zu i. Nimm Dir Zeit für diesen Klanggenuß.

Der folgende Teil 2 ist eine Intensivierung dieser Geste des freudigen Offen-Seins.
Nach der Klangfontäne werden die weiteren Töne bis "mich" auf "e" gesungen.

1_6______*_______5___
Ich_fro___*ie_______mich___

1_6______*_______5___
Ich_frO_O_*i__e____mich___

1_6______*_______5___
Ich_frO_O_O*i_e__e__mich___)

Die Klangkaskade * wird zu immer höheren Tönen hingetragen. Nimm dir dabei Zeit für dieses Klangspiel in Körper und Stimme.

Im Teil 3 folgt nun die absteigende Figur, die ebenso wie die ansteigende bei der dritten Ausführung des Motivs überschießt in einen länger gehaltenen Ton, auf dem Du die Klangkaskade ausführst. Diesmal entfällt das "e" am Ende von "freue".

5___5- 4- 3- 2 4- 3- 2- 1 3- 2- 1- 7- 6_*_
(Ich_frO-O-O-O O-O-O-O O-O-O-O- O*i__)

Weiter geht es mit dem Anfangsmotiv, das nun unvermittelt angehalten wird, wobei auf dem länger gehaltenen Ton wieder die Klangfontäne ausgeführt wird.

5___5- 6- 7- 1_*_
Ich_frO-O-O-O_*i_

In der zugefügten Endfloskel kannst Du als Option noch ein Tonglissando von 6 nach 7 einbauen, die Klangfontäne liegt auf 7:

6__ {gliss} 7___ 1___
frO_{gliss} O*i e mich___

Wer mag, kann versuchen ein gleichzeitiges Ton- und Klangglissando (6 nach 1 und O nach i) auszuführen. Kleine Hilfe beim Üben des gleitenden Vokalüberganges (Vokalglissando) von O nach i: Beginne zunächst damit, beim Gleiten folgende Zwischenlaute anzusteuern: o (wie in "Moor"), ü.

Zum Üben kannst Du dich an audio_voyome 2-6 orientieren.

Um mit diesem Lied intensives voyom zu machen, brauchst Du es nicht auf Text singen zu können. Es reicht, wenn Du es mitsummen kannst. Die eigentliche voyom-Übung besteht zunächst darin, dieses Lied auf M zu tönen, sich den Text vorzustellen und das Klangfeld im Körper aktiv zu verfolgen.

Weitere Ausführungen
Natürlich kann man auch beim Singen auf Text die körperliche Klangempfindung längs des Tonweges im Körper aktivieren, die dann bei der Klangfontäne eine besondere Ausstrahlung bekommt.
Eine einfachere Variante ist das Singen der Klangkaskaden auf o-i und der restlichen Töne auf M. Dabei fühlt man im Körper dem Tonweg des M nach und erlebt bei der Klangkaskade zusätzlich ein von Kopf und Brust ausgehendes, fließendes Klangfeld.

Strömende Klangfelder Basisversion Lasse die Endtöne der Vierton-Motive und geeignete andere Töne lange klingen und verfolge auf diesen ausgehaltenen Tönen den im Körper entstehenden Klangstrom.
(Tönen auf M, Klangstrom um die dem Ton zugeordneten Körperregionen
(siehe ggf. oben) wahrnehmen)
Mögliche Formen des Klangstromes sind zum Beispiel: ein Nachströmen auf der Bahn zu diesem Ton hin, ein Ausströmen auf diese Bahn, ein Ausströmen rundum in den Körper, ein Einströmen rundum vom Körper aus, ein Ausströmen in Gliedmaßen oder auch andere Regionen.

Ausfühungsvorschlag
Die Klangströmungsphasen sind mit einem * markiert.

5___
5- 6- 7-1___*___ (Becken)
6- 7- 1-2___*___ (Bauch)
7- 1- 2-3__*__ 4__*__(Brust, übergehend zu Schulterregion (ggf. + Arme))
3_2_1__*__ (Becken)

1_6_____6__5__* _ (über dem Kopf (6), von da in den Kopf (5) hinein)
1_6__7__6__5__* _ (über dem Kopf (6, 7), von da in den Kopf (5) hinein)
1_6_7_8_7_6_5__*__ (über dem Kopf (6, 7, 8), von da in den Kopf (5) hinein)

5___
5- 4- 3- 2___*___ (Bauch)
4- 3- 2- 1___*___ (Becken)
3- 2- 1- 7___*__6__*__ (Oberbein, übergehend zu Unterbein)
5___5- 6- 7- 1___*___ (Becken (Nachwirkung des gesamten Liedes))

Zum Üben kannst Du dich an audio_voyome 2-7 orientieren.

Intensivierung mit Inhalatorischen Tönen Töne zur Intensivierung auf den ausgehaltenen Tönen noch viel länger, indem Du von exhalatorischem Tönen zu inhalatorischem übergehst und den Folgeton wieder exhalatorisch singst. Siehe dazu ggf. unter voyoma 2 und oben "Inhalatorische Töne im Teil 2".

Die Tonfolge ist dann also:

5___
5- 6- 7- 1___x1____(Becken)
X6- 7- 1- 2___x2____(Bauch) und so weiter
X7- 1- 2- 3___x3____X4____
3_2_1___x1___X___ Becken)

Du kannst auf den ausgehaltenen Tönen ganz nach Belieben auch länger verweilen, indem Du auf ihnen mehrmals von exhalatorisch zu inhalatorisch wechselst.

Ausbau mit Handkontakten, Massage, Bewegung und verschiedenen Positionen (Haltungen) Wenn Du auf dem Boden sitzt, kannst Du das Strömen des Klanges auch durch Berühren der zugehörigen Körperpartien oder Massieren mit den Händen begleiten. Für die Töne oberhalb des Kopfes wirst Du sicher für dich geeignete Handlungen der Hände finden.

Im Stehen musst Du dich zum Berühren/Massieren zunächst beugen und wieder aufrichten. So kommst Du wie von allein zu voyom-Übungen mit Bewegung. Probiere es und folge deinen Impulsen zu weiteren Bewegungen.

Ein weites Feld eröffnet sich auch durch verschiedene Positionen (Körperhaltungen), die Du einnehmen kannst. Dabei kannst Du die in der Basisversion vorgeschlagenen Tonwege im Körper modifizieren und erweitern. Als Anregung dazu mag die Übung "3 Basis-Übung: Füße bis Becken" aus voyoma_b1 dienen.

Transformation Transformation vom Tonweg-Lied zum Klangfeld-Lied Dieses voyom-Lied "Freude" kannst Du, nachdem Du es so wie es ganz oben beschrieben ist, gut kennst, von dieser Form des Tonweg-Liedes in ein Klangfeld-Lied transformieren. Dies geschieht, indem Du beim Tönen auf M (oder auch anderen Lauten) das Klangfeld in deinem Körper verfolgst. Zwei grundlegend verschiedene Möglichkeiten sind:

a) isolokal: Du beobachtest das Klangfeld in einer Region und verfolgst, wie es seine Qualität und Ausdehnung ändert. Vorschlag zum Beginnen: wähle den Bereich des Oberkörpers als Beobachtungsregion.

b) wandernd: Du beobachtest das Klangfeld, wie es im Körper wandert. Du kannst dazu eine Ausgangsregion wählen oder auch frei beginnen.

In beiden Fällen ergeben sich die Klangfelder, die Du wahrnimmst, nicht allein aus dem Stimmschall, sondern vor allem auch aus deiner Einstellung des Beobachtens und den momentanen Gegebenheiten in deinem Körper (Spannungen, Haltung, Bewegung, etc.). So kann sich immer wieder ein anderer Verlauf des inneren Klangbildes ergeben.

Englischer
Text
joy verwenden Anmerkung zur Ausführung im Englischen: Wer einen englischen Text zu diesem voyome verwenden möchte, kann recht gut an den "freu"-Stellen das Wort "joy" verwenden. Beispiele: "I´ve joy", "full of joy" ("full off" schnell ausführen - auf die Zeitdauer, die im Deutschen das "Ich" einnimmt)